Das Leben ist schön

Das alte Haus 

Staub bedeckte den Boden,
floss über Dielen voll Staub.
Man hörte die Geister toben.
Im Garten tanzte das Laub.
Der Teich, er glich einem Tümpel. 

Efeu rankte umher. 

Im Schuppen nur altes Gerümpel. 

Das Haus stand lange schon leer. 

Der Bagger schlug ein auf die Bäume. 

Sie schrieen vor Trauer, vor Schmerz. 

Es starben die grünsten Träume 

voller Blüten im hölzernen Herz. 

Nun steht ein neues Haus dort. 

Man pflanzt einen neuen Baum. 

Man bringt das alte Holz fort.
Man träumt einen sauberen Traum. 

Pas de Deux 

Wir spielten Lieder. 

Machten Musik.
Flogen so hoch.
Fielen so tief.
Staub bedeckte die Glieder. 

Ein Ton. 

Eine Note.
Wir drehten.
Wir tanzten.
Schwebten
und sanken dann wieder.

Hinab auf den Boden der zerbrochenen Lieder. 

Lied der Träumenden 

Gestern vergessen.
Das Morgen ist fern.
Sieh! 

Dort oben funkelt ein Stern! 

Unter dem zu tanzen
so einfach erscheint.
Man macht drei Schritte
und dreht sich – allein. 

Wenn die Närrin spielt 

Die Schritte hallen ungebremst, 

man klingt wie ne Armee.

Gedanken schwirren ungehemmt, 

manch einer tut fast weh. 

Der Heimweg zieht sich ungemein, 

man wünscht er wär vorbei.
Der Ruf der Eule längst erklingt, 

die Turmuhr schlägt dumpf zwei. 

Du hast den Schatten nicht bemerkt 

der lachend dir gefolgt.
Des Glückes Horn hat sich geleert - 

der Würfel aber 

rollt. 

Gebet der kleinen Marionetten 

Wie ein Blitz aus heiterem Himmel! 

Ach Knochenmann, klopfe noch nicht! 

Wir sind noch zu jung, geh vorüber! 

Lösche nicht das flackernde Licht. 

Halte inne!
Sieh: unsere Jungend –
halb erblüht,
halb schon verwelkt.
Lass uns noch ein bisschen am Leben. 

Etwas Zeit kannst du uns doch geben! 

Ach Knochenmann, klopfe noch nicht. 

Pflanze