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Fiona und Hannelore

Prolog

Urilon

Nehmen wir einmal an, die Erde wäre eine Scheibe und nehmen wir - nur für einen Moment - an, sie läge in den Zweigen einer großen Weide, um deren Stamm sich eine Wildrose ranken würde, welche wiederum auf dem Rücken einer Schleiereule wüchse, die ihrerseits durch das Weltall gleiten würde.

Wir befinden uns also am Anfang einer solchen Geschichte, von der die Bücher berichten, über die ernsthafte Menschen die Nase rümpfen. Ernsthafte Menschen lesen ausschließlich ernsthafte Bücher. Alles andere halten sie für Zeitverschwendung. Über diese ernsthaften Bücher machen sie sich dann ernsthafte Gedanken und bekommen ernsthafte Falten auf ihrer ernsthaften Stirn. Für diese Sorte Menschen ist diese Sorte Welt völlig ungeeignet. 

 

Auf der Oberseite der Scheibe gibt es große Meere, auf denen kleine Schiffe von winzigen Wesen gesteuert durch die Wellen pflügen. Manchmal geht ein solches Schiff in dem Hafen vor Anker, der zu der schiefen Stadt Urilon gehört. Früher war die Stadt Urilon eine ganz normale, gerade Stadt mit ganz normalen geraden Häusern. Die Bewohner aber liebten schon immer die Balance. Kinder spielten auf den Straßen balancieren. Dazu liefen sie auf Bällen, die auf Rollen standen, die auf den Spitzen kleiner Pyramiden aufsaßen. Die, die schon größer waren, jonglierten dabei. Andere ließen ein Jojo laufen. Eines Tages stand ein Mann vor seinem leeren Grundstück und überlegte, wie er sein Haus bauen sollte. Als er da so stand, kam ein Mädchen mit einem Ball aus einem der anderen Häuser, stellte sich mitten auf die Straße, kletterte auf den Ball und übte darauf zu laufen. Der Mann schaute ihr einen Moment lächelnd zu, den Kopf zur Seite geneigt, und dachte weiter über seine Hauskonstruktion nach: „Ich könnte das Haus balancieren lassen! Genau so, wie das Mädchen dort auf ihrem Ball balanciert.“ Er blickte wieder zu seinem leeren Grundstück, den Kopf noch immer zur Seite geneigt: „Ja! Das ist es! Auch mein Haus könnte auf einem Ball balancieren!“ Der Mann machte sich unverzüglich ans Werk, baute einen Ball, baute ein Haus und weil er sehr konzentriert darüber nachdenken musste, was zu beachten galt, damit sein Haus auf dem Ball nicht aus der Balance kommen konnte, hielt er den Kopf auch während des Baus immerzu zur Seite geneigt. So kam es, dass der Mann das erste schiefe Haus der Stadt Urilon baute, welches auf einem ebenso schiefen Ball balancierte. Als das aber die Frau des Nachbarn sah, wurde sie neidisch und als ihr Gatte am Abend von der Arbeit im Hafen nach Hause kam, eröffnete sie ihm unverzüglich, dass auch sie ein schiefes, balancierendes Haus haben wollte. Zuerst ging ihr Gatte darauf nicht ein. Doch als er am Esstisch saß, vor sich eine große Schüssel bis zum Rand gefüllt mit schiefen Klößen, und seine Frau noch immer redete anstatt zu essen, beschlich ihn die Angst, er müsse nun all die Klöße alleine essen, was ihn dazu bewog, seiner Frau zuzusichern, auch sie würde bald in einem schiefen, balancierenden Haus leben. So kam es, dass nach und nach ein Bewohner nach dem anderen sein Haus umbaute. Die einen balancierten auf schiefen Bällen, andere auf schiefen Pyramiden, dritte auf der Spitze eines schiefen Kieselsteins. Nur der Hafen blieb, wie er war: gerade, mit einem Gewirr von Stegen, an denen die kleinen Schiffe der winzigen Wesen anlegen konnten. Ebensolch ein Schiff legte am zwölfvierzigten Tag des dritten Monats des 35. Jahres um 12:01 Uhr mittags am Steg No. 7 des Hafens von Urilon an. Es war eine Galeone, aus dem Holz der murmelnden Bäume gefertigt.  An den Masten, drei an der Zahl, hingen farbenfrohe Segel, die mit pechschwarzen Tauen festgezurrt worden waren. Eine weibliche Galionsfigur, spärlich bekleidet, mit Schwert, Flügeln und einem Fischschwanz, schmückte den Bug des Schiffes. Sie war der ganze Stolz des Kapitäns. Noch nie hatte er an einem anderen Schiff eine solche Figur gesehen. 

Ein schneeweißer Anker wurde zu Wasser gelassen. Die Fische, die unter dem Steg umher schwammen, beäugten ihn skeptisch. Alsbald öffnete sich im Rumpf des Schiffes eine kleine Luke. Ein alter Matrose schnaufte und fluchte, während er eine kleine Treppe zum Steg hinabließ. Einen Atemzug später erschien der Kapitän des Schiffes, dicht gefolgt von seiner Tochter Fiona. 

Fiona schluchzte leise und folgte ihrem Vater äußerst langsam und betont widerwillig die Treppe zum Steg hinunter, mit beiden Händen eine winzig kleine Schildkröte an ihre Brust drückend.

Der Kapitän stapfte zielsicher und ohne sich einmal zu Fiona umzudrehen über eine Vielzahl an Stegen, bog mal rechts, mal links ab und gelangte so schlussendlich auf den Markt. Dort steuerte er einen Stand im hinteren Drittel an. Als der Händler dieses Standes des bärtigen Mannes gewahr wurde, hellte sich sein Gesicht schlagartig auf: „Nein! Welch Überraschung!“, rief er freudestrahlend aus. „Mein lieber, lieber Freund! Du in unseren Gewässern? Was verschlägt dich hier her?“ Die Männer begrüßten sich überschwänglich, beteuerten sich gegenseitig, seit dem letzten Treffen keinen Tag gealtert zu sein und sicher die Blicke aller Frauen auf sich zu ziehen. Dann wurde der Kapitän ernst. Er winkte die immer noch leise schluchzende Fiona heran, legte beide Hände von hinten auf ihre Schultern und begann dem Händler sein Anliegen  vorzutragen: „Freund! Dies ist meine einzige Tochter Fiona. Sie hat in ihrer jugendlichen Neugierde ein Schildkrötenei ausgebrütet und nun habe ich ein Problem. Wie du unschwer erkennen kannst, ist das Tier geschlüpft. Es ist gesund, munter und es wächst. Mein Schiff hat für einen Winzling eine beachtliche Größe, ist aber nicht auf Schildkröten spezialisiert. Ich habe es nicht übers Herz gebracht, das Tier des Nachts über Bord zu werfen, aus Angst, meine Tochter spräche dann nie wieder ein Wort mit mir. Daher bitte ich dich: Kauf uns Hannelore ab!“ Bei den letzten Worten fing Fiona bitterlich zu weinen an. Der Händler betrachtete erst die weinende Fiona, dann die winzig kleine Schildkröte. Seine Augen begannen augenblicklich an zu funkeln. „Oh! Welch hübsches Exemplar einer Sternenschildkröte! Ja, die werden groß. Du hast gut daran getan, zu mir zu kommen. Ich habe alles hier, um uns ein vorzügliches Mal zu bereiten! Sternenschildkröten sind nur in jungen Jahren genießbar, im Alter werden sie zäh.“ Fiona schnappte entsetzt nach Luft. Sie wand sich aus dem Griff ihres Vaters los und rannte so schnell sie ihre Beine trugen konnten quer über den Markt, die ihr geltenden Rufe missachtend. Hannelore, die bis zu diesem Zeitpunkt tief und fest geschlafen hatte, lugte neugierig aus ihrem Panzer hervor. 

Der Boden flog unter Fionas Füßen hinweg. Schon bald hatte sie Markt und Hafen hinter sich gelassen. Die Umgebung wurde zunehmend unwegsamer. Der festgetretenen Lehmboden des Marktes wich nach und nach einem wurzeldurchsetzten Lehm-Sand-Gemisch. Fiona rannte einen schmalen Trampelpfad entlang. Ihre Kehle brannte zusehends. "Weiter!", befahl sie sich streng, während ihr Herz wie wild klopfte. "Nicht stehenbleiben! Lauf weiter! Sonst kochen sie Hannelore!" Palmen luden dazu ein, in ihrem Schatten Rast zu machen. Fiona biss sich auf die Unterlippe, dass es schmerzte. Sie durfte nicht rasten. Sonst kochten sie ihre Freundin. Die lauten Rufe der Händler des Marktes waren Vogelgesang gewichen. Einige Vögel hörten sich in Fionas Ohren jedoch an, als würden sie schreien, nicht singen. Hannelore schrie nicht, niemals. Unglücklicherweise sang sie auch nicht, obwohl Fiona ihr alle Lieder vorgesungen hatte, die sie kannte. Sie hatte bei einigen sogar die Melodie geändert, falls Hannelore eine größere Auswahl wünschte - doch die kleine Schildkröte war stumm geblieben. 

Sie erreichten das Ende des Pfades. Vor ihnen erstreckte sich eine kleine Bucht. Kleine Wellen plätscherten über große, flache Steine, erreichten den dahinter liegenden Sand des Strandes, glitten darüber, so sanft, dass es Fiona vorkam, als würde das Meer den Boden streicheln. Die Luft schmeckte salzig. Hannelore wackelte neugierig mit ihrem sehr kleinen Schwanz. Ihre schwarzen Knopfaugen, die Fiona an Perlen edelster Herkunft erinnerten, glänzten im Anblick der Weite des Meeres. Die Schildkröte wurde zusehends unruhig. Sie bewegte alle vier Beinchen, als würde sie es sein, die da über den Strand lief, nicht Fiona. "Bitte! Du musst ruhig bleiben!" Fiona brachte die Worte nur mit Mühe hervor, so sehr war sie vom schnellen Laufen außer Atem. "Ich kann dich sonst nicht so gut halten, weißt du?" Sie holte mehrmals tief Luft. "Dann fällst du runter und tust dir weh! Wegen mir! Das wäre nicht gut!" Hannelore hielt in ihrer Bewegung inne. Nicht so sehr, weil sie verstand, was Fiona da zu ihr sagte - sie liebte vielmehr den sanften Klang ihrer Stimme. Fiona blickte sich nach einem Ort um, an dem sie einen Moment sitzen und wieder zu Atem kommen konnte. Da wurde sie dreier Palmen gewahr, die ein kleines Stück entfernt dicht beieinander standen und aussahen, als hätte sie jemand dort vergessen. "Das ist der ideale Platz um einmal gründlich nachzudenken! Findest du nicht auch?" Fiona hielt Hannelore vor sich in die Luft, damit sie die Palmen besser sehen konnte. Die Schildkröte find sogleich an mit ihren Beinchen zu rudern. Diesmal tat sie das jedoch nicht aus Neugierde, Hannelore suchte vielmehr verblüfft den Boden, der sich bis eben noch gut spürbar unter ihr befunden hatte. Doch weder ihre Beine, noch ihr Schwanz konnten ihn finden. Auch ihre Schnauze, die sie suchend mal nach oben, mal nach unten bewegte, vermeldete keinen Bodenfund. "Das habe ich mir gedacht, dass dir der Platz gefällt!" Fiona lachte und drückte ihre Freundin wieder gegen die Brust. "Gut. Dann gehen wir da jetzt hin." Hannelore stellte beruhigt fest, dass der Boden sie wiedergefunden hatte und stupste ihn zur Begrüßung sanft mit der Schnauze an. "Ich habe dich auch lieb!", flüsterte Fiona ihr zu und ihre Augen fühlten sich plötzlich ganz heiß an, so sehr wollten sei abermals weinen. "Reiß dich zusammen, Fiona! Hier kommst du nur mit einem präzise arbeitenden Kopf raus! Nicht mit emotionalen Klimbim!", ermahnte sie sich streng und fügte mit Nachdruck in der Stimme hinzu: "Du bist die Tochter eines Kapitäns eines großen Schiffes! Nicht die eines Kapitäns einer winzigen Nussschale! Benimm dich gefälligst auch so!" Dass sie auch die Tochter einer jungen, trinkfesten Dirne war, verschwieg sie lieber. Weder wusste sie so genau, was trinkfest bedeutete, noch, was eine Dirne war. Wenn sie jemand nach ihrer Mutter fragte, was für ihren Geschmack viel zu häufig vorkam, antwortete sie jedesmal, ihre Mutter sei in jungen Jahren verreist und käme sicher sehr bald zurück. Ihr Vater blickte dabei jedes Mal betreten zu Boden, wenn er ihre Antwort hörte. Fiona verstand nicht recht, warum er das tat, schließlich war es kein Verbrechen eine Reise zu tun, die ihrer Mutter dauerte eben etwas länger. Doch der Kapitän antwortete ihr nie auf ihre Fragen. Er schwieg nur immerzu, mal mit einem düsteren, mal mit einem traurigen Blick. 

Fiona stapfte zielsicher auf die Palmen zu. Hannelore zog den Kopf etwas in den Panzer zurück, gerade so viel, dass sie noch etwas sehen, sich jedoch bei Gefahr sofort in Sicherheit bringen konnte. Eine leichte Brise wehte vom Meer in die Bucht. Es roch nach Algen, nach den nassen Planken der untergegangenen Schiffe und Fischkutter, nach Weite und nach Seemannsgarn. Unter den Palmen lagen einige Kokosnüsse, solche, die nicht wirklich groß, aber auch nicht wirklich klein sind. Für Fiona waren sie perfekt, um sich auf sie zu setzten. Hannelore legte sie auf ihren Knien ab, über denen ihr braun-violettes Kleid eine gerade Fläche bildete. Die Schildkröte untersuchte mit ihrer Schnauze den neuen Untergrund. Sie schien dabei immerzu zu lächeln. Fiona stützte den Kopf in die Hände, blickte über den Ozean und dachte so angestrengt nach, dass sich Falten auf ihrer Stirn bildeten. Der Wind spielte mit ihren kastanienbraunen Locken. In der Ferne kreischten die Möwen gierig. Sicher suchten sie die Matrosen ihres Vaters überall! Sie durften sie nicht finden! Nicht hier! Nicht mit Hannelore! Ihr musste schnell etwas einfallen, wollte sie ihre kleine Freundin vor dem Kochtopf bewahren. Eine Kokosnuss fiel mit einem dumpfen Geräusch vor ihr in den Sand. Sie war etwas größer als Hannelore. Fiona nahm die kleine Schildkröte und legte sie vorsichtig im Schatten der Palmen in den Sand. Dann begann sie, um Hannelore eine Kokosnuss nach der nächsten in Position zu rollen, bis ein zufällig Vorbeikommender einen Haufen Kokosnüsse sehen würde, keine Schildkröte. Zu guter letzt legte Fiona zu oberst ein Palmblatt auf ihre kleine Freundin. Die Welt um sie verschwamm im Tränenschleier. "Leb wohl, du meine einzige Freundin. Vergiss mich nicht! Ich verspreche - nein - ich schwöre dir, dass ich dich jedes Mal besuchen kommen werde, wenn wir in Urilon anlegen werden. Dies wird der liebste aller Häfen sein, weil du in seiner Nähe bist und irgendwann reisen wir wieder gemeinsam durch die Welt, entdecken Dinge, tanzen zu den alten Liedern und lauschen den Geschichten des alten Jims! Ich bitte dich nur: vergiss mich nicht!" Fiona schluckte, winkte dem Palmblatt zu, unter dem Hannelore lag und sich nicht rührte, drehte sich langsam um und trottete mit tief hängendem Kopf den Strand entlang, bis sie den Trampelpfad erreichte, auf dem sie gekommen war. Ein letztes Mal blickte sie zu den drei Palmen, dann kehrte sie Strand und Meer den Rücken und begann den Pfad zurück zu laufen. Der Boden unter ihren Füßen wurde fester und fester, während um sie herum das Geschrei der Vögel ab und das der Händler zu nahm. Sie erreichte wieder den Markt, wischte ihre Tränen aus dem Gesicht und begann, ihren Vater, den Kapitän, zu suchen.

Der saß auf der Treppe, die zu seinem Schiff führte, strich sich immer wieder über den Bart und murmelte im Selbstvorwurf vor sich hin. Da hatte seine Tochter ein Schildkrötenei ausgebrütet, hatte sich aufopferungsvoll um das kleine Tier gekümmert, es gepflegt und gefüttert, und anstelle sie für ihr vorbildliches Verhalten zu loben, hatte er versucht, das Tier von Bord zu bekommen in einer Art und Weise, die Profit für ihn versprach. Er schüttelte von Schuldgefühlen geplagt den gesenkten Kopf. Hoffentlich fand einer seiner Matrosen seine Tochter und brachte sie unversehrt zurück auf das Schiff. Der Kapitän holte mehrmals tief Luft. Er sollte sich einige versöhnliche Worte zurecht legen, mit denen er seine Tochter empfangen konnte, befand er sich räuspernd. "Fiona, ich habe einen großen Fehler gemacht! Hannelore soll so lange auf unserem Schiff ein zu Hause haben, bis der Platz nicht mehr reicht. Dann werden wir gemeinsam nach einem sicheren Ort für sie suchen, an dem sie leben und an dem sie besuchen kannst. Ich bin stolz auf meine Tochter und ich habe dich sehr, sehr lieb!" Klang seine Stimme versöhnlich genug? Was hatte er sich nur dabei gedacht Hannelore verkaufen zu wollen! Er blickte über den Hafen. Der alte Jim lief auf das Schiff zu, bog auf den Steg Nummer sieben ein und zog an seiner Pfeife. Neben ihm lief Fiona her. Der Kapitän erhob sich und nickte dem alten Jim zu. "Hab sie bei den Fischkörben gefunden. War ganz aufgelöst! Hat dich wohl ziemlich gesucht." Der alte Matrose strich Fiona über den Kopf. "Nu, jetz' is' sie ja wieder da." Der Kapitän nickte erleichtert. "Danke, Jim. Nimm dir Tabak für deine Pfeife! Du hast für heute mehr als genug getan!" Jim grinste und verschwand im Schiff. Fiona stand mit gesenktem Kopf vor ihrem Vater, ein Donnerwetter erwartend. Doch ihr Vater seufzte nur, legte seine Hand auf ihre Schulter und murmelte mit seltsam belegter Stimme: "Lass uns zurück aufs Schiff gehen. Es war ein allzu langer Tag." Fiona blickte verwundert zu ihm hoch. "Aber, willst du mich denn gar nicht das Deck schrubben lassen?" Der Kapitän schüttelte den Kopf. "Nein mein Kind. Ich müsste mit schrubben und dazu sind meine Knochen zu alt." "Dann bist du gar nicht wütend, weil ich davongelaufen bin?" "Ich bin froh, dass wir dich wiedergefunden haben." Fiona atmete insgeheim auf. Dann folgte sie ihrem Vater die wenigen Stufen zu der Luke empor und verschwand im Rumpf des Schiffes, das ihr ohne ihre kleine Freundin leer und unbedeutend vorkam.

Papierschiffchen
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